{"id":18562,"date":"2024-04-25T12:54:01","date_gmt":"2024-04-25T10:54:01","guid":{"rendered":"https:\/\/zurzeit.at\/?p=18562"},"modified":"2024-04-25T12:54:57","modified_gmt":"2024-04-25T10:54:57","slug":"die-eu-ruiniert-zwoelf-millionen-arbeitsplaetze-in-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/zurzeit.at\/index.php\/die-eu-ruiniert-zwoelf-millionen-arbeitsplaetze-in-europa\/","title":{"rendered":"&#8222;Die EU ruiniert zw\u00f6lf Millionen Arbeitspl\u00e4tze in Europa&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>Bild: <a href=\"http:\/\/pxhere.com\">PxHere<\/a> Lizenz: &#8211;<\/p>\n<hr \/>\n<p><em>K\u00fcrzlich hat das EU-Parlament dem Migrations- und Asylpakt zugestimmt. Wird sich in Bezug auf die Massenzuwanderung nach Europa etwas \u00e4ndern?<br \/>\n<\/em><strong>Roman Haider:<\/strong> Da wird sich gar nichts \u00e4ndern, in Wirklichkeit handelt es sich um ein Placebo. Das wirkliche Problem wird nicht angegangen, das ein effizienter Au\u00dfengrenzschutz w\u00e4re. Es gab in Bezug auf diesen Migrationspakt insgesamt zehn Teilabstimmungen, wobei die Kernst\u00fccke das gemeinsame Asylverfahren und die Asyl- und Grenzmanagementverordnung sind. Hier wird \u00fcberhaupt nichts verbessert, ganz im Gegenteil, mit den gemachten \u00c4nderungen nimmt man jede M\u00f6glichkeit von Zur\u00fcckweisungen, auch wird sichergestellt, dass trotz illegaler Einreise ein Asylantrag zul\u00e4ssig sein soll. Interessant ist, dass hier die \u00d6VP neben SP\u00d6 und NEOS auch zugestimmt hat, dass man sich in Wirklichkeit die M\u00f6glichkeit eines effektiven Grenzschutzes nimmt.<br \/>\nDann w\u00e4re noch der Solidarit\u00e4tsmechanismus, der die Mitgliedstaaten zwingt, entweder aufzunehmen oder zu bezahlen, wenn man das nicht will. Das ist ein absoluter Eingriff in die Souver\u00e4nit\u00e4t der Mitgliedstaaten und allein schon deshalb abzulehnen. Auch hier haben \u00d6VP, SP\u00d6 und NEOS zugestimmt. In Wahrheit ist das eine Verschlimmerung des derzeitigen Zustands.<\/p>\n<div id=\"attachment_18563\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18563\" class=\"wp-image-18563 size-medium\" src=\"https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-300x197.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"197\" srcset=\"https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-300x197.jpg 300w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-1024x672.jpg 1024w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-768x504.jpg 768w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-1536x1008.jpg 1536w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-1170x768.jpg 1170w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-780x516.jpg 780w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n-585x384.jpg 585w, https:\/\/zurzeit.at\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/131896250_4138794316144300_2594473042886306_n.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-18563\" class=\"wp-caption-text\">Roman Haider (FP\u00d6) ist Mitglied des europ\u00e4ischen Parlaments<\/p><\/div>\n<p><em>Der fehlende Au\u00dfengrenzschutz ist ja nicht die einzige Baustelle in der EU. In der letzten Zeit konnte man eine Politik der Deindustrialisierung beobachten. K\u00f6nnen Sie N\u00e4heres dazu berichten?<br \/>\n<\/em><strong>Haider:<\/strong> Die Deindustrialisierung findet mindestens seit 2019 statt, als Frau von der Leyen als Kern und Herzst\u00fcck ihrer Pr\u00e4sidentschaft den Green Deal verk\u00fcndet hat und alle Mitgliedstaaten diese v\u00f6llig abstruse Verpflichtung eingegangen sind, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen, d.h. CO2-Reduktion um jeden Preis. Und in \u00d6sterreich hat die schwarz-gr\u00fcne Regierung diesem Wahnsinn noch eins draufgesetzt und sich in der Regierungserkl\u00e4rung verpflichtet, das schon bis 2040 zu machen.<br \/>\nAlle diese Ma\u00dfnahmen, die gesetzt wurden, um dieses widersinnige Ziel zu erreichen f\u00fchren dazu, dass die Industrie aus Europa abwandert. Das f\u00e4ngt mit dem Emissionszertifikatehandel an, wo vor allem die Energie-, aber auch die Zement- und, f\u00fcr \u00d6sterreich besonders wichtig, die Stahlindustrie, f\u00fcr jede Tonne ausgesto\u00dfenes CO2 Emissionszertifikate kaufen m\u00fcssen, die in Wirklichkeit eine Strafsteuer sind. Und der Preis f\u00fcr diese Zertifikate ist von f\u00fcnf Euro pro Tonne im Jahr 2017 auf \u00fcber 100 Euro im Jahr 2023 erh\u00f6ht worden. Wenn sich die Preise verzwanzigfachen, dann wissen wir, warum wir in Europa seit zwei Jahren eine derartige Teuerung erleben.<\/p>\n<p><em>Die EU hat einerseits eine Renaturierungsverordnung beschlossen und andererseits ein Verbot von Verbrennermotoren. Will die EU Europa in eine mittelalterliche Agrargesellschaft zur\u00fcckverwandeln?<br \/>\n<\/em><strong>Haider:<\/strong> Genau diesen Eindruck muss man haben. Der Fetisch CO2-Reduktion um jeden Preis, koste es, was es wolle, wird gnadenlos auch um den Preis der Zerst\u00f6rung unseres Wohlstands durchgezogen. Ab 2035 sollen im Privat-Pkw-Bereich und Klein-Nutzfahrzeug-Bereich keine Neufahrzeuge mit Verbrennungsmotor mehr zugelassen werden d\u00fcrfen. Insgesamt 15 Prozent des europ\u00e4ischen CO2-Aussto\u00dfes soll damit reduziert werden. Allerdings hat Europa nur acht Prozent Anteil am weltweiten CO2-Aussto\u00df und wenn man davon 15 Prozent reduziert, dann geht es um 1,2 Prozent. Und die bis 2035 zugelassenen Fahrzeuge mit Verbrennermotor werden weiterfahren, sogar lange weiterfahren. Schauen Sie nach Kuba: Dort werden die uralten US-Autos jahrzehntelang repariert, weil es keine neuen vern\u00fcnftigen Autos gibt. Wenn das Aus des Verbrennermotors kommt, wird das auch das Schicksal Europas sein. Es wird also f\u00fcr eine minimale CO2-Reduktion die europ\u00e4ische Automobilindustrie, die die sauberste der Welt ist, gekillt oder zum Abwandern gezwungen. Man ruiniert zw\u00f6lf Millionen Arbeitspl\u00e4tze in Europa, 400.000 alleine in \u00d6sterreich mit der Automobilzulieferindustrie, man ruiniert den Wohlstand und die Zukunft unserer Kinder uns es bringt nichts.<\/p>\n<p><em>Was bezweckt die EU mit dieser selbstsch\u00e4digenden Politik?<br \/>\n<\/em><strong>Haider:<\/strong> Die totale Umgestaltung unserer Art zu leben, die Transformation, eine Umgestaltung in eine sozialistische Planwirtschaft. Offensichtlich ist es nicht das Ziel der Br\u00fcsseler Eliten, dass wir in 15 Jahren mit dem E-Auto einkaufen oder auf Urlaub fahren, wir sollen das alles \u00fcberhaupt nicht mehr oder nur mehr mit dem Lastenfahrrad machen oder mit dem Bus.<br \/>\nDie von Ihnen angesprochene Renaturierungsverordnung ist nur ein Teilgesetz im Rahmen der Agrarstrategie farm to fork, und das Ziel ist, die landwirtschaftliche Produktion abzusenken. Herzst\u00fcck dieser Strategie ist die Renaturierungsverordnung, wo 20 Prozent der Fl\u00e4che der Bewirtschaftung entzogen werden soll. Das ist nicht nur ein massiver Eingriff ins Eigentumsrecht, sondern auch ein Anschlag auf unsere Nahrungsmittelsicherheit. Ziel dieser Farm-to-fork-Strategie ist, die Nahrungsmittelproduktion in Europa um mindesten 20 Prozent zu senken. Und die Zahlen, die ich Ihnen jetzt sage, stammen aus der Folgenabsch\u00e4tzung der EU-Kommission, die dieses Papier erarbeitet hat: Wenn Farm to fork voll durchgesetzt ist, wird der Preis f\u00fcr Rindfleisch um 58 Prozent steigen, der Preis f\u00fcr Schweinefleisch um 48 Prozent, Milchprodukte um 35 Prozent, Obst und Gem\u00fcse um 18 Prozent, Getreide um 12 Prozent. Der n\u00e4chste Teuerungsschub ist also schon programmiert.<br \/>\nAm Allerschlimmsten dabei ist, Europa wird durch diese Produktionsk\u00fcrzungen vom Nahrungsmittelexporteur, der wir derzeit sind, zum Nahrungsmittelimporteur. Wir begeben uns dann auch in der Nahrungsmittelsicherheit in Abh\u00e4ngigkeit von Drittstaaten \u2013 von China, von Russland, von den USA. Und das alles im Namen dieses Fetischs der CO2-Reduktion.<\/p>\n<p><em>Kann man diese Pl\u00e4ne noch zu Fall bringen? Im Juni finden ja Europawahlen statt und da k\u00f6nnten sich ja die Mehrheitsverh\u00e4ltnisse grundlegend \u00e4ndern.<br \/>\n<\/em><strong>Haider:<\/strong> Die m\u00fcssen sich grundlegend \u00e4ndern, ansonsten steuert Europa auf einen wirtschaftlichen Crash zu. Es ist absolut wichtig und notwendig, dass sich die vern\u00fcnftigen Kr\u00e4fte europaweit durchsetzen. Das f\u00e4ngt beim Europaparlament an, wo wir am 9. Juni die M\u00f6glichkeit haben, alle vern\u00fcnftigen Kr\u00e4fte zu st\u00e4rken, die diesen v\u00f6llig irren Ma\u00dfnahmen kritisch gegen\u00fcberstehen. Die FP\u00d6 ist ja in einer sehr starken Allianz in der Fraktion Identit\u00e4t und Demokratie und wir arbeiten sehr eng zusammen mit der zweiten rechten Fraktion im EU-Parlament, mit ECR. Es w\u00e4re eine Zukunftsperspektive, wenn wir es schaffen w\u00fcrden, eine gemeinsame Fraktion zu bilden. Dann haben wir die Chance \u2013 die Umfragen gegen das her \u2013, st\u00e4rkste Fraktion im Europ\u00e4ischen Parlament zu werden und sogar die Europ\u00e4ische Volkspartei zu \u00fcberholen. Das w\u00e4re nat\u00fcrlich der Super-GAU f\u00fcr die B\u00fcrokraten in Br\u00fcssel, aber die Chance f\u00fcr DIE B\u00fcrger Europas, diese Negativspirale, in der sich die EU durch den Green Deal befindet, zu beenden und dass es wieder aufw\u00e4rtsgeht.<br \/>\nAber die wichtigen Entscheidungen finden im Rat statt, wo die Mitgliedstaaten, die Minister aus den Mitgliedstaaten, vertreten sind. Wir m\u00fcssen auch schauen, dass die Mitgliedstaaten die Minister entsenden, damit der Rat die richtigen Entscheidungen trifft. Da haben wir in \u00d6sterreich im Herbst die Chance, die Weichen neu zu stellen, und da m\u00fcssen wir schauen, dass nicht Bundeskanzler Nehammer \u00d6sterreich im Europ\u00e4ischen Rat vertritt, sondern ein Bundeskanzler Kickl, und dass bei Umweltfragen nicht eine Ministerin Gewessler f\u00fcr \u00d6sterreich abstimmt, sondern ein, sagen wir einmal, Umwelt- und Infrastrukturminister Hofer. Dann geht es wieder in die richtige Richtung, dann haben wir wieder eine Zukunft in Europa.<\/p>\n<p><strong>Das Gespr\u00e4ch f\u00fchrte<\/strong> Bernhard Tomaschitz.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bild: PxHere Lizenz: &#8211; K\u00fcrzlich hat das EU-Parlament dem Migrations- und Asylpakt zugestimmt. 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