Drohnen im NATO-Lauftraum

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Autor: A.L. Bild: Wikipedia/George Chernilevsky Lizenz: CC BY-SA 3.0


Westlicher Militärpakt kann sich offenkundig nicht selbst verteidigen

Karl-Peter Schwarz hat in der „Presse“ vom 16. März einen äußerst interessanten Artikel verfasst. Darin wirft er die Frage auf, wie die NATO Russland abschrecken wolle, wenn sie nicht einmal den eigenen Luftraum zu verteidigen im Stande sei: In Zagreb, der Hauptstadt des NATO-Landes Kroatien ist nämlich kürzlich inmitten einer Wohnsiedlung zwischen Hochhäusern und einem Kindergarten ein russisches Kampfflugzeug abgestürzt – verletzt wurde zum Glück niemand. Es handelte sich dabei um eine sogenannte „Tupolev TU-141“, eine unbemannte, mit Sprengstoff beladene Drohne, die vom Territorium der Ukraine aus in den NATO-Luftraum eindrang, Rumänien schnitt und Ungarn durchquerte und schließlich in Zagreb in eine Parklandschaft einer Wohnsiedlung einschlug.

Was die Drohne in Zagreb zu suchen hatte, ist unbekannt – wohl eine Fehlprogrammierung. Sie hätte allerdings „genauso gut in München, Salzburg oder Prag einschlagen und Hunderte töten können“. Schwarz fragt zu Recht: „Wie konnte eine sowjetische Drohe fast eine Stunde lang NATO-Territorium überfliegen, ohne zerstört zu werden?“

Wenn jetzt also diskutiert werde, ob die Ukraine in die NATO solle, so sei das vollkommen absurd, angesichts der Tatsache, dass die NATO selbst nicht einmal in der Lage sei, den Luftraum der eigenen Mitglieder zu überwachen – die Drohne wurde nämlich erst nach Einschlag überhaupt bemerkt. Die einzigen, die von der NATO abgeschreckt werden, sind die eigenen Mitgliedstaaten.

Als Trump vorschlug, das Rüstungsbudget der USA deutlich anzuheben, nämlich auf zwei Prozent des BIP, wurde er verhöhnt. Nun sieht man, dass seine Kritik an der Schwäche der NATO zumindest aus amerikanischer Sicht mehr als berechtigt war.

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