Trump bekommt non doch nicht das „riesige Stück Eis“

Rahmenvertrag soll Grönland-Konflikt beenden, Dänemark behält Souveränität über die Arktisinsel

by admin2

Autor: B.T. Bild: Flickr/Trump White House Archived Lizenz: PDM 1.0


US-Präsident Donald Trump wird das „riesige Stück Eis“, das er am 21. Jänner bei seiner Rede vor dem Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Davos forderte, nicht bekommen. Aber die USA werden künftig mitzureden haben, wenn es um Grönland geht. Damit ist der Grönland-Konflikt – zumindest vorläufig – abgewendet, und der Zusammenhalt der NATO nicht weiter gefährdet und ein Handelskrieg zwischen den USA und der EU vom Tisch.

Ein zwischen Trump und NATO-Generalsekretär Mark Rutte, der für die Europäer verhandelte, ausgehandeltes Rahmenabkommen sieht vor, dass Grönland weiterhin unter der Souveränität Dänemarks bleibt. In diesem Punkt hat Trump nachgegeben.

Außerdem soll ein Stationierungsabkommen aus dem Jahr 1951 neu verhandelt werden und die Vereinigten Staaten die Raketenabwehranlage „Golden Dome“ in Grönland errichten dürfen. Ein weiterer Punkt des Rahmenabkommens, dessen Details noch geregelt werden müssen, gibt den USA ein Mitspracherecht bei Investitionen aus Drittstaaten. Konkret soll Washington ein Vetorecht erhalten und könnte damit verhindern, dass etwa China oder Russland auf der arktischen Insel Infrastruktur errichten. Und schließlich verpflichten sich die europäischen NATO-Staaten, die nun nicht mehr mit der Drohung von Strafzöllen konfrontiert sind, zu einem verstärkten Engagement in der Arktis.

Auch wenn er in Sachen Erwerb Grönlands nachgegeben hat, zeigte sich Trump dennoch zufrieden: „Aufgrund eines sehr produktiven Treffens mit dem Generalsekretär der NATO, Mark Rutte, haben wir den Rahmen für ein künftiges Abkommen in Bezug auf Grönland und sogar die gesamte Arktisregion geschaffen“, schrieb der US-Präsident auf Truth Social. Trump sagte, das Abkommen werde, wenn es abgeschlossen werde, „für die Vereinigten Staaten von Amerika und alle NATO-Staaten großartig sein“, und fügte hinzu, dass ihn das Abkommen dazu veranlasst habe, die geplanten Zölle auszusetzen.

Das könnte Sie auch interessieren