Am 15. August wollen sich die Präsidenten Donald Trump und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin in Alaska treffen, um über einen Frieden in der Ukraine zu beraten. Wolodymyr Selenskyj, dessen Amtszeit als Präsident der Ukraine längst abgelaufen ist, wird voraussichtlich nicht dabei sein. Es verlautbart, dass Russland die kompletten Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson sowie die Halbinsel Krim fordern wird. Das heißt, die ukrainische Armee hat die Teile dieser Regionen zu räumen, die sie noch besetzt hält. Rückzug Russlands aus den besetzten Teilen der Bezirke Sumy und Charkow im Tausch gegen die vollständige Räumung der Gebiete Lugansk und Donezk durch die Ukraine. In den Gebieten Cherson und Saporischschja sollten die Kämpfe entlang der aktuellen Frontlinie eingestellt werden. Für welches Land das derzeit russisch besetzte AKW Saporischschja am Ufer des Dnepr künftig produzieren soll, ist offenbar noch unklar.
Es verwundert nicht, dass Trump lieber mit Putin alleine redet, denn schon einmal – im Jahre 2022 in Istanbul– hatte Selenskyj einen unterschriftsreifen Friedensvertrag platzen lassen. Damals soll der britische Premierminister Boris Johnson Selenskyj „goldene Berge“ versprochen haben für den Fall, dass er nicht unterschreibt. Nachdem „der Westen“ das Abkommen Minsk II 2014 dafür nutzte, die Ukraine großzügig aufzurüsten, kann man verstehen, dass Putin den Franzosen, Deutschen und Briten misstraut. Genau aus diesem Grund dürfte Putin auch keinen Waffenstillstand akzeptieren.
Dass nun Macron, Keir Starmer, Friedrich Merz, Selenskyj und andere Politzwerge in England zusammengekommen sind, um sich gegenseitig auf die Schulter zu klopfen, „rote Linien“ vorzugeben und Donald Trump ungebetene Ratschläge zu erteilen, ist mehr als lächerlich. Trump wird es zu verhindern wissen, dass diesmal jemand seinen „Deal“ torpediert. Ob der nun mit Selenskyj stattfindet oder nicht ist „wurscht“. Der ukrainische Machthaber Wolodymyr Selenskyj lehnte Gebietsabtretungen an Russland erneut ab und fordert, in Verhandlungen über die Zukunft der Ukraine einbezogen zu werden. Nach dessen Auftritt im Kampfanzug im Weißen Haus nimmt Trump ihn wohl nicht mehr ganz ernst.
Die Ukraine kann angesichts zusammenbrechender Fronten froh sein, wenn sie als autonomer Staat erhalten bleibt. An der Front setzten russische Truppen ihren Vormarsch auf Konstantinowka sowie zur Einkreisung von Pokrowsk im Bezirk Donezk fort. Pokrowsk ist inzwischen offenbar auf drei Seiten eingeschlossen, und die einzig verbliebene Versorgungsroute für die ukrainische Garnison dort sei unter russischer „Feuerkontrolle“, schrieben russische Militärblogger. Niemand will die Ukraine in der NATO haben und Polen, Ungarn, die Slowakei und Tschechien werden verhindern, dass sie in die EU kommen. Angesichts des vom Westen gebrochenen Versprechens, es werde keine NATO-Osterweiterung geben, wird sich Putin das alles diesmal schriftlich geben lassen. US-Vizepräsident JD Vance hat bekräftigt, dass sich die Vereinigten Staaten finanziell aus der Unterstützung der Ukraine bei der Verteidigung gegen Russland zurückziehen wollen. Wie es scheint ist es Selenskyjs letzte Chance mit einem blauen Auge davon zu kommen.
