Forderung nach Verbot von Laborfleisch in der EU

Künstlich hergestelltes Fleisch bietet nur Profitchancen für internationale Lebensmittelkonzerne

by admin2

Autor: B.T. Bild: Wikipedia/World Economic Forum Lizenz: CC BY 3.0


Internationale Lebensmittelkonzerne sehen in künstlichem, in Laboren hergestellten Fleisch gigantische Profitchancen. Somit überrascht es nicht, dass der umstrittene Microsoft-Gründer Bill Gates in Unternehmen investierte, die Laborfleisch herstellen. Den Verbrauchern „schmackhaft“ gemacht werden soll Laborfleisch unter anderem mit dem Argument, dass in Lebensmittelfabriken hergestelltes Fleisch einen Beitrag gegen den angeblich ausschließlich vom Menschen verursachten Klimawandel leisten würde, da sich so der Rinderbestand reduzieren lassen. Für Klimahysteriker sind Rinder wegen der von ihnen ausgestoßenen Flatulenzen einer Hautverursacher des Klimawandels.

Diese Argumentationsschiene bedient auch Gates, der einmal mehr den Wohltäter der Menschheit mimt: „Die Fleischproduktion erfordert große Flächen und viel Wasser und hat erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt“, schrieb er vor ein paar Jahren auf seinem persönlichen Blog.

Manche Länder – z. B. Singapur – haben Produkte aus Laborfleisch, das verharmlosend auch als „kultiviertes Fleisch“, „Kulturfleisch“ oder „In-vitro-Fleisch“ bezeichnet wird, bereits zugelassen. In der EU ist Laborfleisch bislang noch nicht für den Verkauf freigegeben – und dabei soll es auch bleiben, wie der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser fordert.

Hauser brachte vor dem Hintergrund der von Laborfleisch ausgehenden Gefahren für die heimische Landwirtschaft und möglichen Gesundheitsrisiken für Verbraucher einen Entschließungsantrag im Europaparlament ein, in dem er die EU-Kommission auffordert, die Zulassung von aus Zellkulturen gewonnenem Fleisch zu verbieten, solange gesundheitliche Risiken, langfristige Konsumfolgen und offene Fragen der Herstellung nicht unabhängig und umfassend geklärt sind. Zudem sollen die Mitgliedstaaten weiterhin selbst entscheiden dürfen, ob sie Herstellung, Verkauf und Verwendung von Laborfleisch aus Gründen des Gesundheits-, Verbraucher- und Kulturgüterschutzes verbieten oder einschränken.

Für Hauser ist klar, warum wir kein Laborfleisch brauchen: „Unsere Bauern produzieren hochwertige, sichere und regionale Lebensmittel. Genau diese bäuerliche Lebensmittelversorgung müssen wir stärken und schützen – und nicht milliardenschweren Konzernen den Weg ebnen, die mit künstlich erzeugtem Fleisch neue Märkte erobern wollen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Leave a Comment