Friedrich Merz jubelt auf X: „Germany is back.“ Im Rahmen der PR-Offensive „Made for Germany“ präsentieren 60 Konzerne ihre Investitionspläne. Der Kanzler feiert, als stünde ein neuer Wirtschaftswunder-Moment bevor. Doch hinter der Fassade: Krise, Kapitalflucht und ein Land im schleichenden Abschwung.
Allein im Jahr 2024 wurden 64,5 Milliarden Euro netto aus Deutschland abgezogen – nach 67,3 Milliarden im Vorjahr und 112,2 Milliarden Euro Kapitalflucht im Jahr 2022. Parallel dazu kündigen Unternehmen an, über 100.000 Industriearbeitsplätze zu streichen. Die Zahl der Firmenpleiten erreicht historische Rekordwerte.
Doch die Realität scheint Berlin nicht zu interessieren – denn aus Brüssel kommt die nächste Rechnung. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen präsentierte kürzlich den Entwurf für den Mehrjährigen Finanzrahmen 2028–2034: 1,82 Billionen Euro, ein Plus von rund 750 Milliarden Euro gegenüber dem aktuellen Budget. Eine Steigerung um knapp 70 Prozent.
Die größten Posten: 100 Milliarden Euro für den Ukraine-Krieg und „geopolitische Stabilität“, 650 Milliarden Euro für die klimagetriebene Subventionsmaschine, dazu Dutzende Programme für Digitalisierung, Migration, Transformation und Bürokratieaufwuchs.
Mit der typischen Brüsseler Hybris träumt man in Siebenjahresplänen – ohne Rücksicht auf volkswirtschaftliche Tragfähigkeit. Das Kalkül: Deutschland zahlt.
Gemäß Wirtschaftsanteil soll Deutschland wie üblich rund 25 Prozent beisteuern – das entspricht ca. 450 Milliarden Euro über sieben Jahre.
Zum Vergleich:
- Aktueller Beitrag: rund 30 Milliarden Euro pro Jahr
- Rückflüsse aus Brüssel: ca. 14 Milliarden Euro jährlich
- Nettonachteil: 16 Milliarden Euro jährlich
- Unter dem neuen Rahmen: bis zu 50 Milliarden Euro netto – pro Jahr
Eine Verdreifachung des Nettobeitrags, in einem Land, dessen Infrastruktur zerbröckelt, dessen Energiepreise explodieren und dessen Schuldenstand jährlich steigt.
Das nächste Glied in der Kette: neue EU-Steuern. Finanztransaktionsabgabe, Plastiksteuer, CO₂-Zölle – längst in der Pipeline. Parallel wird die Abschaffung des nationalen Vetorechts diskutiert, um solche Monsterhaushalte künftig ohne Widerstand durchzuwinken. Dann kommt, was Ökonomen längst befürchten: Die Schulden der Mitgliedstaaten werden unter dem Deckmantel der „europäischen Solidarität“ vergemeinschaftet, die Finanzierung erfolgt über die EZB – kaschiert durch einen digitalen Euro, mit dem Geldpolitik und Bürgerverhalten künftig zentral steuerbar werden.
Was Merz, Macron und von der Leyen planen, ist keine europäische Einigung, sondern ein kalter Umbau des Kontinents zu einem technokratischen Imperium – zentralistisch, steuerfinanziert und demokratisch entkernt. Während China seine 5-Jahres-Pläne noch mit industrieller Schlagkraft unterlegt, produziert Brüssel nur Ideologie und Umverteilung. Und Deutschland liefert – mit Geld, mit Schulden, mit Substanz. Ein wahrer Zahlmeister mit Maulkorb.
