Der jüngste Schlagabtausch im Nahen Osten hat den Ölpreis binnen Stunden in die Höhe getrieben – eine Entwicklung, die an den heimischen Tankstellen sofort mit Aufschlägen von bis zu 17 Cent pro Liter quittiert wurde. Für den europäischen Autofahrer und die ohnehin kriselnde Wirtschaft ist dies mehr als nur ein Ärgernis; es ist das Ergebnis einer jahrelangen Energiepolitik, die Versorgungssicherheit hinter moralische Überlegenheitsansprüche gestellt hat. Während die USA ihre strategischen Reserven als politisches Instrument nutzen, wirkt Europa wie ein Getriebener, der den Launen der Geopolitik schutzlos ausgeliefert ist.
Besonders perfide: Trotz der massiven Preissteigerungen hält die österreichische Bundesregierung unbeirrt an der CO2-Strafsteuer fest. Anstatt in Zeiten einer drohenden Energieknappheit den Bürger zu entlasten und die Teuerungsspirale zu bremsen, wird die künstliche Verteuerung von Mobilität als „alternativlos“ verkauft.
Es ist die logische Fortsetzung einer Politik, die den Industriestandort Europa zugunsten einer grünen Utopie opfert. Wenn die Flammen in Teheran lodern, verbrennt in Europa der letzte Rest an wirtschaftlicher Vernunft. Die Quittung für den blinden Glauben an die globale Vernetzung und den gleichzeitigen Verzicht auf nationale Souveränität wird nun beim täglichen Pendeln zur Arbeit fällig. Ohne eine radikale Kehrtwende – weg von der CO2-Abzocke und hin zu einer pragmatischen Realpolitik – wird der Kontinent zum Spielball fremder Mächte und eigener Ideologen.
