EU treibt Ausbau der Windkraft aus, obwohl sie sich der PFAS-Problematik voll bewusst ist

Sogenannte „Ewigkeitschemikalien“ sind eine Gefahr für Mensch und Umwelt

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Autor: B.T. Bild: Wikipedia/Herzi Pinki Lizenz: CC BY-SA 3.0


Für die Verfechter der „Energiewende“ gelten Windkraftanlagen als Allheilmittel zur Bekämpfung des angeblich ausschließlich menschengemachten Klimawandels. Doch die Windkraftanlagen verschandeln nicht nur die Landschaft, sondern sie sind vor allem alles andere als „sauber“. Mehr noch: Windräder haben potenziell schädliche Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

Der Grund dafür ist der Einsatz von per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS). Diese Substanzen, die sich in der Natur praktisch nicht abbauen und deswegen auch als „Ewigkeitschemikalien“ bezeichnet werden, werden an den Rotorblättern angebracht, um diese witterungsbeständiger zu machen. Mit dem Abrieb gelangen diese Substanzen in die Umwelt und letzten Endes nimmt sie der Mensch über Lebensmittel auf.

Aufgrund dieser potenziellen Risiken für Mensch und Umwelt durch PFAS auf Windrädern stellte der freiheitliche Europaabgeordnete Gerald Hauser eine schriftliche Anfrage an die EU-Kommission, in der er unter anderem wissen wollte, was die Brüsseler Behörde unternehmen wird, „um die andauernde Verseuchung von Mensch, Tier und Umwelt durch PFAS aus Windrädern zu stoppen“.

Nun ist die Antwort da, und sie fällt ernüchternd aus. Die EU-Kommission erklärte, solange die endgültige wissenschaftliche Bewertung der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) noch aussteht, könne sie „nicht einschätzen, wie mit der Verwendung von PFAS in Windkraftanlagen“ umgegangen wird.

Hauser erklärte dazu in einer Aussendung: „Die Antwort der EU-Kommission auf meine Anfrage zu PFAS in Windkraftanlagen ist ein politischer Offenbarungseid“. Außerdem kritisierte der FPÖ-Politiker, „Brüssel treibt den massiven Ausbau der Windkraft voran, erklärt aber gleichzeitig, dass man derzeit nicht einschätzen könne, wie mit PFAS in Windkraftanlagen umzugehen ist“.

Und Hauser weiter: „In ihrer Antwort meinte die Kommission, die Freisetzung von Schadstoffen in die Umwelt zu begrenzen und mit eindeutigen Anreizen Innovation zu betreiben, um Alternativen zu finden. Das ist absurd, da die EU gleichzeitig seit Jahren den Ausbau der Windkraft forciert. Ich werde deshalb weiter nachhaken: Wann liegt das Ergebnis der ECHA vor? Welche PFAS werden in Windkraftanlagen eingesetzt? In welchen Mengen? Welche möglichen Auswirkungen auf Böden, Gewässer und Landwirtschaft gibt es? Und wer trägt die Verantwortung, wenn sich später Schäden herausstellen?“.

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