ÖH-Wahl: Spielplatz der roten Ideologen

Der Verband Sozialistischer Studierender (VSStÖ) feiert sein bestes Ergebnis aller Zeiten – und baut seine Vorherrschaft im linken ÖH-Kartell weiter aus. Doch abseits von Slogans und Plakaten bleibt die Hochschulpolitik weiterhin Spielwiese für Identitätspolitik, Pseudofeminismus und Klimaaktivismus – während echte studentische Anliegen auf der Strecke bleiben.

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Autor: A.R. Bild: Wikipedia/VSStÖ Lizenz: –


Mit 30 Prozent wurde der VSStÖ bei der ÖH-Wahl 2025 zur stärksten Kraft – ein historisches Ergebnis, wie Spitzenkandidatin Selina Wienerroither betonte. Die sozialistischen Studierenden legten um vier Prozentpunkte zu und verteidigten damit ihre Führungsrolle im linken Dauerbündnis mit GRAS und Co. Die Aktionsgemeinschaft (AG) blieb bei 21 Prozent erneut nur zweite Kraft – der ersehnte Machtwechsel blieb aus.

Was sich die rot-grüne Achse inhaltlich davon verspricht, wird klar, wenn man sich die sonstigen Ergebnisse ansieht: Die GRAS hält mit 18,2 Prozent solide ihr Niveau und beansprucht damit weiter das Deutungsmonopol über Klimapolitik und Queertheorie am Campus. KSV-KJÖ und KSV-LiLi landen mit je rund fünf Prozent im kommunistischen Gleichschritt. Wobei die Kommunisten an der auch als „Soros-Uni“ bekannten Central European University (CEU) erstmals die absolute Mehrheit erringen – ein klarer Fingerzeig, wohin die Reise ideologisch geht. Die Junos verlieren auf 7,6 Prozent – ebenso wie die Fachschaftslisten, die auf 6,8 Prozent abrutschten.

Mit diesem Ergebnis bleibt die ÖH, was sie schon lange ist: kein Vertreter studentischer Interessen, sondern ein Vorfeld linker Politik. Die Hochschulvertretung wird in weiten Teilen von Parteijugenden dominiert, die weniger den Lehrbetrieb verbessern wollen, sondern vielmehr Ideologiebastionen gegen alles errichten, was nach Marktwirtschaft, Nation oder konservativem Denken riecht.

Im Schatten dieser Zahlen konnte sich der Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) erneut als unbequeme Stimme behaupten – bundesweit zwar nur bei rund drei Prozent, aber mit einem Achtungserfolg: In Wiener Neustadt gingen alle sieben Mandate der Hochschulvertretung im Fachbereich „Militärische Führung“ an den RFS. Dort setzt man offenbar noch auf Leistung, Disziplin und Realitätssinn – und nicht auf Genderbeauftragte und Safe Spaces.

FPÖ-Studentensprecher Manuel Litzke bringt es auf den Punkt: „Als Freiheitlicher braucht man Rückgrat, um sich im linken Meinungsklima zu behaupten.“ Dass der RFS trotz Gegenwind wächst, ist ein Zeichen dafür, dass konservative Werte auch an Universitäten wieder gefragt sind. Nicht als rückwärtsgewandte Parole, sondern als Fundament für eine zukunftsfähige Hochschulpolitik.

Trotz aller linken Mobilisierungsversuche lag die Wahlbeteiligung bei mageren 22 Prozent. Ein Prozent mehr als vor zwei Jahren – für die derzeitige ÖH-Vorsitzende Sarah Rossmann (GRAS) dennoch ein „starkes Zeichen“. Die Realität: Zwei Drittel der Studierenden arbeiten mindestens 20 Stunden pro Woche, viele davon interessiert die linke Dauerbespaßung der ÖH schlichtweg nicht.

Fazit: Auch 2025 bleibt die Bundesvertretung der ÖH fest in linker Hand. Während progressive Funktionäre feiern, sinkt der politische Ernst der Hochschulvertretung weiter. Der Campus ist längst kein Ort der pluralistischen Auseinandersetzung mehr, sondern Bühne für Identitätsrituale, Quotenforderungen und linke Selbstdarstellung.

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