Sowohl bei den Parlamentswahlen in Moldawien als auch in Tschechien versuchte die EU massiv Einfluss zu nehmen. Während in Moldawien sogar Parteien verboten wurden, trauten sich die EU-Kommissare das in Tschechien offenbar nicht. Moldawien wird nur aufgrund seiner geopolitischen Bedeutung von der EU hofiert. Die Menschen hoffen auf einen gefüllten Kühlschrank und eine volle Brieftasche. Es fragt sich, wie lange der deutsche Dukatenesel das noch trägt.
In Prag gingen die Uhren anders. Die globalistische und EU-hörige „Mitte-rechts“-Regierung wurde am Wochenende vom Wähler davongejagt. Andrej Babis‘ ANO kam auf 34,9 Prozent, ein Plus von 7,7 Prozentpunkten. Zusammen mit der russlandfreundlichen SPD (7,8 Prozent) und der Autofahrerpartei (6,8 Prozent) verfügt Babis über eine solide Mehrheit im Parlament. Der bisherige Premierminister Petr Fiala hatte Munition an die Ukraine geliefert, die Russlandsanktionen durchgewinkt und keine ernsthaften Bemühungen unternommen dem Asylantenzustrom Herr zu werden.
Will Babis mit der Autofahrerpartei regieren, muss er der EU ein Stoppschild gegen den Green Deal zeigen. Billige Energie (Gas und Öl) gibt es nur in Russland. Zusammen mit Orbàn (Ungarn) und Fico (Slowakei) gibt es jetzt ein starkes Trio gegen die Kommissare. Mit Polen, Italien und Holland zusammen scheint ein Ende der Asylantenschwemme in Sicht. Frau von der Leyen sollte sich nicht erdreisten, gegen Babis „Maßnahmen“ zu ergreifen.
Die SPD will aus EU und NATO austreten. Der Wahlsieger hatte angekündigt, die Ukraine-Hilfen einzustellen. Inzwischen ruhen die Hoffnungen der Kommissare darauf, die drei rechten Parteien könnten sich vielleicht zerstreiten und Petr Fiala könnte einen Fuß in die Tür stellen. Allerdings scheint Babis eine Minderheitenregierung anzustreben.
