In der Südukraine wankt die Front der ukrainischen Armee. Aber Selenskyj will wieder offensiv werden. In den vergangenen Tagen unternahmen die ukrainischen Streitkräfte Angriff in der Region Sumy im Nordosten und bei Pokrowsk im Südosten. Bei Pokrowsk habe es Erfolge gegeben, teilte Armeechef Olexander Syrskyj auf Telegram mit. Dort seien sechs Orte zurückerobert worden. Unabhängig überprüft werden können die Berichte nicht.
Selenskyj warf Moskau nun vor, nicht an einem Frieden interessiert zu sein. „Ehrlich gesagt sind die Signale aus Russland derzeit einfach unanständig“, sagte er. „Sie versuchen, sich aus der Notwendigkeit eines Treffens herauszuwinden. Sie wollen diesen Krieg nicht beenden. Sie setzen ihre massiven Angriffe gegen die Ukraine und ihre sehr heftigen Angriffe an der Front fort.“ Der Machthaber von Kiew, dessen Amtszeit schon seit geraumer Zeit abgelaufen ist, pokert und spielt den starken Maxen. Sollte die ukrainische Front zusammenbrechen, gibt es nichts mehr zu verhandeln.
Unterstützung findet Selenskyj dabei bei Macron (Paris), Starmer (London) und Merz (Berlin). Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas warf Putin vor, nicht an Verhandlungen interessiert zu sein. „Er hat kein Interesse daran, sich an einen Tisch zu setzen. Hier geht es nur um Zeit“, sagte Kallas im deutschen Staatsfunk ZDF: „Es ist klar, dass die Amerikaner, die Ukrainer und die Europäer Frieden möchten. Was wir von der russischen Seite aber gesehen haben, ist, dass sie nur Spiele spielen und dass sie Hindernisse formulieren.“ Kallas versucht ihren Zuhörern eine Einigkeit zwischen EU-Globalisten und den USA vorzugaukeln.
US-Präsident Trump machte indessen klar, dass die weitere Finanzierung des Ukraine-Krieges künftig die Angelegenheit der Europäer ist. Anders ausgedrückt: Wenn Macron, Starmer und Merz die Fortführung des Krieges wollen, sollen sie das auch bezahlen.
