Zwei israelische Soldaten im Südlibanon wegen Schändung von Marien-Statue verurteilt

Nicht der erste antichristliche Vorfall in einem christlichen Dorf im Südlibanon

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Autor: B.T. Bild: Screenshot „Times of Israel Lizenz: –


Vor dem Hintergrund des Iran-Konflikts führt Israel einen hierzulande wenig beachteten Angriffskrieg gegen den Libanon. Tel Aviv wird vorgeworfen, mit dem Ziel einer späteren Annexion den südlichen Teil seines Nachbarlandes bis zum Fluss Litani besetzen zu wollen. Und dabei gerät nicht nur die schiitische Hisbollah-Miliz ins Visier der israelischen Streitkräfte, sondern vor allem Zivilisten, unter denen sich wiederum sehr viele Christen befinden.

Zwei israelische Soldaten trieben es aber offenkundig zu weit, denn sie wurden zu Militärgefängnis verurteilt. Sie hatten in Debel, einem von Christen bewohnten Dorf im Südlibanon, eine Statue der Jungfrau Maria geschändet, indem sie ihr eine Zigarette in den Mund gelegt, ein Bild davon gemacht und dieses dann online gestellt hatten. Dieses Bild sorgte für große Empörung. Der auf dem Bild zu sehende Soldat wurde nun zu drei Wochen Militärgefängnis verurteilt, und der Soldat, der das Foto machte, wurde zu zwei Wochen Haft verurteilt.

Wie die „Times of Israel“ berichtet, gehört dieser Vorfall zu mehreren anderen Vorfällen, bei denen Aufnahmen von israelischen Soldaten – auf von den Truppen selbst – veröffentlich wurden, die die Zerstörung von Eigentum oder Plünderungen zeigen. Debel war dem Bericht zufolge das Dorf, in dem letzten Monat ein Soldat eine Jesusstatue zerstörte, sowie der Ort, an dem Soldaten auf Aufnahmen zu sehen waren, wie militärische Soldaten Solarpanels beschädigten.

Dass in Debel gleich zweimal antichristliche Vorfälle zu verzeichnen sind, lässt darauf schließen, dass unter den israelischen Soldaten antichristliche Ressentiments gar nicht so selten sind. Das wiederum ist ein Umstand, den christliche Zionisten, die bedingungslos an der Seite Israels stehen, zum Nachdenken anregen sollte.

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