Bislang hieß es, die AfD sei eine ausschließlich in den neuen Bundesländern verankerte Partei und schwächle im Westen der Bundesrepublik Deutschland. Eine aktuelle Umfrage des Instituts Forsa für den „Kölner Stadt-Anzeiger“ widerlegt nun diese Annahme. Denn in der Sonntagsfrage für die Bundestagswahl, bezogen auf das Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) liegt die AfD mit 24 Prozent an erster Stelle und damit um zwei Prozentpunkte vor der CDU. Dahinter liegen Grüne (18 Prozent), SPD (14 Prozent) und Die Linke (12 Prozent).
Gegenüber dem Ergebnis der Bundestagswahl 2025 holt die AfD stark auf. Damals erreichte die Alternative für Deutschland in NRW 16,8 Prozent, und die CDU kam mit 30,1 Prozent an die erste Stelle.
Noch deutlicher wird der Anstieg der AfD in der Wählergunst in der Sonntagsfrage für die Landtagswahl, die ebenfalls von Forsa erhoben wurde. Wären am kommenden Sonntag Landtagswahlen in NRW, könnte die AfD mit 22 Prozent der Stimmen rechnen, was eine Vervierfachung des Stimmenanteils gegenüber der Landtagswahl 2022 bedeutet. Stärkste Partei in dieser Umfrage ist die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst mit 29 Prozent, die jedoch gegenüber 2022 (35,7 Prozent) mit deutlichen Verlusten rechnen müsste.
