Mit erschreckenden Zahlen wartet „Open Doors“ ein internationales Hilfswerk, das sich für verfolgte Christen einsetzt, auf. Laut „World Watch Liste 2025“von Open Doors wurden im vergangenen Jahr weltweit mehr als 380 Millionen Christen aufgrund ihres Glaubens verfolgt oder diskriminiert. Zudem sei innerhalb eines Jahres ein Anstieg verfolgter Christen um rund 15 Millionen festzustellen.
Open Doors schreibt in seinem Bericht, dass sich digitale Verfolgung zu einem Kontrollmechanismus für autoritäre Staaten entwickelt, wobei der digitale Raum zunehmend als Waffe eingesetzt werde. In diesem Zusammenhang wird genannt. Die Volksrepublik „nutzt und exportiert KI-gestützte Überwachungssysteme, um religiöse Minderheiten zu verfolgen, zu überwachen und zu unterdrücken, und hat den Einsatz von Gesichtserkennungskameras in staatlich registrierten Kirchen vorgeschrieben“.
Besonders dramatisch – genauer gesagt, lebensgefährlich – ist die Lage für Christen in der Sahelzone in Afrika geworden. Für Open Doors ist die Sahelzone „zu einem Brennpunkt für Zwangsvertreibungen geworden, mit Nigeria als Epizentrum“. In Nigeria habe die Gewalt radikaler Islamisten zur Vertreibung von mehr als drei Millionen Menschen aus ihrer Heimat beigetragen, und die islamistische Terrororganisation Boko Haram setze Drohnen ein, um Christen aufzuspüren, die um ihr Leben fliehen.
Vertriebene nigerianische Christen, die sich in Lagern in Sicherheit bringen konnten, werden dort oft von den staatlichen Behörden diskriminier, ergaben Untersuchungen von Open Doors: „Im nigerianischen Bundesstaat Borno beispielsweise berichteten christliche Binnenvertriebene von systematischer Ausgrenzung aus staatlichen Hilfsprogrammen.“
Während US-Präsident Donald Trump die Christenverfolgung in Nigeria wiederholt kritisiert und nach Zustimmung der nigerianischen Regierung einen Militärschlag gegen die dortigen Islamisten angeordnet hat, kommt seitens der EU, die im Ukrainekonflikt immer wieder von ihren „Werten“ spricht, nur Schweigen.
