Bastion der Meinungsfreiheit: Maaßen und Sarrazin formieren den Leonhard-Kreis

Gemeinsam mit dem ehemaligen Schweizer Bundesrat Ueli Maurer gründen sie einen Verein, der sich der Verteidigung der Meinungsfreiheit verschreibt.

by admin2

Autor: A.R. Bild: Wikipedia/Bundesministerium des Innern/Sandy Thieme Lizenz: CC BY-SA 3.0 DE


Benannt nach dem Heiligen Leonhard, dem Schutzpatron der Gefangenen, trägt der Verein seinen Namen mit Bedacht. Denn gefangen, so sagen die Gründer, sei heute nicht mehr der Körper, sondern der Geist – geknebelt durch moralische Deutungshoheit, Cancel Culture und ein Klima der Einschüchterung. Wer heute widerspricht, steht schnell am medialen Pranger – oder vor den Parteigerichten, wie Thilo Sarrazin. Wer eine andere Sichtweise äußert, riskiert wie Maaßen Überwachung durch seine eigenen früheren Mitarbeiter. Was grotesk klingt, ist bittere Realität.

Dabei geht es hier nicht um Rechthaberei, sondern um das Recht auf Redefreiheit. Der Leonhard-Kreis versteht sich nicht als Meinungsmacher, sondern als Verteidiger des Debattenraums. Sarrazin bringt es auf den Punkt: „Viele sehen in der Meinungsfreiheit nur einen Wert, solange es um die eigenen Überzeugungen geht.“ Und genau hier liegt das Problem: Die einstige Streitkultur ist verkommen zur Schutzzone für Konsens.

Was früher die Grundlage jeder Demokratie war – das offene Ringen um Wahrheit – ist heute verdächtig geworden. Wer nicht mitschwimmt, wird ausgegrenzt. Wer kritisiert, wird etikettiert. Die politisch-mediale Klasse hat sich auf einen engen Meinungskorridor verständigt, den sie als „demokratisch“ verkauft – doch wer abweicht, steht schnell außerhalb des Sagbaren. Dass dies gefährlich ist, versteht jeder, der Geschichte nicht nur als PR-Instrument benutzt.

Der Leonhard-Kreis will das ändern. Noch ist er klein, mit rund 100 Mitgliedern – aber die Resonanz ist deutlich. Schon kurz nach Gründung verzeichnete der Verein mehr als hundert neue Beitrittsgesuche.

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