Jünger der Cancel Culture haben Republikgründer Dinghofer im Visier

Einmal mehr stellt die linke Jagdgesellschaft ihre ideologiegetriebene Engstirnigkeit unter Beweis

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Autor: B.T. Bilder: Wikipedia Lizenz: gemeinfrei


Die Anhänger der heimischen Cancel Culture haben eine neue Zielscheibe gefunden. Diesmal ist es der Staatsmann Franz Seraph Dinghofer, der am 12. November 1918 von der Rampe des Parlaments die Republik Deutschösterreich ausrief. Konkret fordern unter anderem das Mauthausen Komitee, die Katholische Aktion Oberösterreich sowie linke Künstler wie Elfriede Jelinek und Gerhard Haderer die Umbenennung Dinghofer benannten Straße in Linz.

Das Mauthausen Komitee, ein Verein mit unverkennbarer linker Schlagseite, der in der Vergangenheit wiederholt mit Agitation gegen die FPÖ in Erscheinung getreten war,  bezeichnet Dinghofer, der Dritter Nationalratspräsident, Vizekanzler, Justizminister und Präsident des Obersten Gerichtshofs war, als „radikalen Antisemiten“.

Der oberösterreichische freiheitliche Nationalratsabgeordnete und Obmann des Dinghofer-Instituts Gerhard Kaniak weist die erhobenen Vorwürfe entschieden zurück: „Wer Franz Dinghofer pauschal als Antisemiten verunglimpft, ignoriert bewusst die historischen Fakten und betreibt eine gefährliche Geschichtsklitterung.“

Kaniak verweist darauf, dass sich Dinghofer laut historischen Dokumenten für Toleranz eingesetzte. So habe er sich im Linzer Gemeinderat für Religionsfreiheit und den jüdischen Schächtritus starkgemacht und als Justizminister die Auslieferung des jüdischen Kommunisten Béla Kun verweigert. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten sei er 1938 unter Gewaltandrohung als Präsident des Obersten Gerichtshofes in den Zwangsruhestand versetzt worden, da er sich durch seine harte Rechtsprechung gegen Nationalsozialisten zum Feind des NS-Staates gemacht habe, welcher auch seinen Gutsbesitz enteignet hatte.

„Wenn man bedenkt, dass Dinghofer von den Nationalsozialisten aus dem Amt gejagt wurde und sich schützend vor jüdische Mitbürger gestellt hat, sind die aktuellen Vorwürfe dieser Gruppierungen geradezu absurd. Diese Cancel Culture, die blindwütig alles ausradieren will, was nicht in ein enges linkes Weltbild passt, ist ein direkter Angriff auf unsere politische Kultur“, betonte der Obmann des Dinghofer-Instituts.

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