Berlins Bürgermeister will Islamismus mit Islamunterricht an Schulen bekämpfen

Auch aus dem CSD-Anschlag werden nicht die richtigen Lehren gezogen

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Autor: B.T. Bilder: Sandro Halank, Wikimedia Commons Lizenz: CC BY-SA 4.0


Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner will den Islamismus mit Islamunterricht an den Schulen bekämpfen. „„Es gibt immer wieder Jugendliche, die durch radikal religiöse Kontakte in sogenannten Hinterhofmoscheen radikalisiert werden. Religionsunterricht an staatlichen Schulen könnte einen großen Teil dazu beitragen, Jugendliche vor solchen Beeinflussungen zu schützen. Dazu gehört, dass auch der Islamunterricht an Schulen stattfindet, der dadurch staatlicher Kontrolle unterliegen würde“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur.

Mit Islamunterricht an den Schulen will Wegner Radikalisierungstendenzen entgegenwirken, die es in einigen Berliner Moscheen gibt. Außerdem spricht sich der Bürgermeister dafür aus, den Druck und die Kontrolle auf radikale Moscheen zu erhöhen, mit dem Ziel, sie zu verbieten. Hintergrund der Äußerungen Wegners ist der Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) – diese Veranstaltung ist mit der sogenannten Regenbogenparade in Wien vergleichbar – bei der ein Islamist eine Frau getötet und zahlreiche weitere Personen verletzt hatte.

Der CSD-Anschlag war mutmaßlich homosexuellenfeindlich motiviert. Wenn Wegner nun offenkundig glaubt, Homophobie von Islamisten mit Islamunterricht an Schulen bekämpfen zu können, unterliegt er einem gewaltigen Irrtum. Denn im Islam – und nicht nur von radikalen Vertretern dieser Religion – wird Homosexualität entschieden abgelehnt. So merkt das Bundesamt für Verfassungsschutz an: „In den Rechtsschulen der klassisch-islamischen Theologie besteht überwiegender Konsens über ein Verbot des Auslebens von Homosexualität.“

Wegners Aussagen zeigen im Übrigen, dass das politische Establishment weiterhin nicht gewillt ist, aus islamistischen Terroranschlägen die richtigen Konsequenzen zu ziehen. Etwa durch Entzug der Staatsbürgerschaft – der CSD-Attentäter war deutscher Staatsbürger libanesischer Abstammung –oder Remigration von integrationsunwilligen Einwanderern.

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