Viele Österreicher ahnen, dass im heimischen Bildungssystem etwas schiefläuft. Unternehmer beispielsweise klagen, dass sie kaum noch Lehrlinge finden, welche die Grundrechnungsarten beherrschen, und zahlreiche Eltern aufgrund des hohen Ausländeranteils ihre Kinder lieber in eine teure Privatschule als in eine öffentliche Bildungseinrichtung. Wie schlimm die Lage mittlerweile tatsächlich ist – vor allem in Wien – konnte man am 29. April bei einer Podiumsdiskussion im Wappensaal des Wiener Rathauses erfahren.
Stadtrat Dominik Nepp, der Obmann der FPÖ Wien, sagte in seinem Einleitungsreferat, dass „gezielte Abrissbirnen über unseren Schulen“ tätig seien. Leistung werde bestraft, Mittelmäßigkeit zum Standard erhoben. Außerdem wies Nepp darauf hin, dass in der Bundeshauptstadt das Bildungssystem unter der Last der Zuwanderung zusammenbreche, die Kinder wegen des Niveauabfalls ihrer Zukunftschancen beraubt werden. Nepp unterstrich seine Ausführungen mit Daten, die den Ernst der Lage verdeutlichen: So haben 61 Prozent der Wiener Pflichtschüler eine andere Umgangssprache als Deutsch, und 35 Prozent der Erstklässler können, obwohl sie in Österreich geboren wurden, nicht ausreichen Deutsch, um den Unterricht folgen zu können.
Mit ernüchternden Zahlen wartete auch der Klubobmann und Bildungssprecher der Wiener Freiheitlichen, Maximilian Krauss, auf. Wurden im Jahr 2006 in Wien zwölf Prozent der Pflichtschüler mangels ausreichender Deutschkenntnisse nicht benotet, so sind es 2026 bereits 51 Prozent. Auch im Bereich der Umgangssprache gibt es einen Rückgang der Verwendung der deutschen Sprache, weshalb Krauss warnte, „in 20 Jahren wird es Deutsch als Mehrheitssprache in Wien nicht mehr geben“.
Ein Grund für die Bildungsmisere ist, dass das derzeitige System engagierten Lehrern das Leben so schwer wie möglich macht. Christian Klar, Schuldirektor in Wien-Floridsdorf und Buchautor, kritisierte, dass „gestandenen Lehrern das Leben immer schwerer gemacht wird“. Die Folge sei, dass das Bildungsniveau sinke. Ricarda Berger, die Familiensprecherin im Freiheitlichen Parlamentsklub, berichtete von einer Lehrerin an einer Volksschule in Wien-Favoriten, die von der Direktorin gezwungen wurde, eine Schülerin als Katze zu behandeln. Ein Mädchen fühlte sich plötzlich als Katze und wollte von der Lehrerin als solche behandelt werden. Doch diese weigerte sich, und nachdem sich die Mutter, die ihrer Tochter Leckerlis als Jause eingepackt hatte, bei der Direktorin beschwerte, ermahnte diese die Lehrerin und zwang sie dazu, das Kind als Katze anzuerkennen.
Berger kritisierte auch, dass den Kindern in der Schule eingetrichtert werde, das Geschlecht sei ein soziales Konstrukt, welches man beliebig wechseln könne. Hier wandte klar ein, dass die LGBTIQ-Propaganda „realitätsfern“ sei, da an seiner Schule der Großteil der Schüler sagt: „Homosexualität ist verboten und gehört mit dem Tod bestraft.“ Klar betonte auch, dass wir uns bereits mitten in einem Kulturkampf befinden und dass islamistische Organisationen wie die Moslembruderschaft oder Milli Görus mit dem Ziel, eine islamische Gesellschaftsordnung zu implementieren, unsere Institutionen unterwandern. Er kenne Fälle, wo sich Lehrer aus religiösen Gründen weigerten, einer Kollegin die Hand zu geben.
Ein Thema der Podiumsdiskussion war das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren ab dem kommenden Schuljahr. Berger erklärte, dass islamische Kopftuch ist ein „Zeichen der Unterdrückung“ und der „Verachtung unseres Wertesystems“, weshalb Mädchen dauerhaft geschützt werden müssen. Klar bezeichnete das Kopftuchverbot als „Meilenstein“ und als „symbolischen Akt, der in ganz Europa beobachtet werde“. Außerdem erklärte der Bildungsexperte unter Bezugnahme auf den Koran, dass das Kopftuch den Zweck habe, moslemische Frauen als solche zu markieren, während andere Mädchen Freiwild sind. Außerdem machte Kraus darauf aufmerksam, dass in Wien Zwangsverheiratungen minderjähriger Mädchen und sogar weibliche Genitalverstümmelungen zum Alltag gehörten.
Krauss wies darauf hin, dass seit 2015 die Zuwanderer vor allem aus islamischen Ländern kommen, deren Wertesystem mit dem unseren „nicht kompatibel“ sei, das Grundproblem deshalb darin bestehe, dass „diese Menschen überhaupt ins Land gelassen wurden. Als Lösung forderte der freiheitliche Klubobmann deshalb einen Asyl- und Zuwanderungsstopp für islamische Länder wie Syrien oder Afghanistan sowie Deutsch als klare Voraussetzung für die Schulen.
Berger forderte als Lösung klare und rasche Maßnahmen wie Deutsch vor Schuleintritt, die Einführung klarer Regeln und die strenge Ahndung von Verstößen, wobei die Eltern in die Pflicht zu nehmen seien, etwa durch Kürzung von Sozialleistungen. Klar forderte eine Rückenstärkung für Lehrer und Direktoren, die Lehrer müssten wieder von den Schülern Leistung fordern können. Zudem müsse an den Schulen die Bedeutung und der Stolz auf die eigene Kultur vermittelt werden.
