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Die Hohenzollerngruft im Berliner Dom soll am 28. Februar 2026 mit einem kostenlosen „Tag der offenen Tür“ wiedereröffnet werden. Am 1. März 2026 wird bei einem Festgottesdienst mit Gästen aus Kultur, Politik, Kirche und Gesellschaft die Eröffnung gefeiert. Sechs Jahre wurde die Gruft sanierungsbeding nicht zugänglich. 93 namentlich erfasste Särge der Hohenzollern waren dort aufgestellt.
Die Hohenzollerngruft ist 1.500 Quadratmeter groß, sie gehört neben der Kaisergruft in Wien, dem Escorial in Spanien und der Königsgrablege in Paris zu den bedeutendsten dynastischen Ruhestätten Europas. 2019 besichtigten rund 765.000 Menschen den Dom – drei Viertel davon aus dem Ausland. Die drei deutschen Kaiser sind nicht in der Gruft bestattet, Friedrich der Große und sein Vater, der Soldatenkönig, findet man dort auch nicht. Der Prinz Louis Ferdinand, der 1806 bei Saalfeld im Kampf gegen Napoleons Invasionsarmee fiel, ist hingegen in einem Holzsarg aufgestellt. Friedrich Wilhelm, der Große Kurfürst und seine Gemahlin, deren Sohn König Friedrich I., der Neffe und Nachfolger Friedrich des Großen, König Friedrich Wilhelm II., Königin Elisabeth Christine die Gemahlin Friedrichs des Großen und Kurfürst Johann Cicero haben dort ihre Ruhe gefunden.
Johann Cicero macht als erster Hohenzoller Berlin zu seiner festen Residenz und holt die Dynastie dauerhaft an die Spree. Der Besuch der Hohenzollerngruft ist eine Geschichtsstunde der besonderen Art. Vergleichend lehrt sie uns aber auch einen Bestandteil preußischer Identität, wie sie Generalfeldmarschall Helmut von Moltke treffend ausdrückte: „Mehr sein als Schein.“ Besucht man die Kapuzinergruft in Wien, wo die Herrscher des Hauses Habsburg bestattet sind, wird klar, was den preußischen Geist ausmachte. Schlichtheit versus Glanz. Alles hat seinen Vorzug und Nachtteil.
