Ökoterrorismus: Will die deutsche Greta Thunberg eine Öl-Pipeline sprengen?

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Autor: E.K.-L. Bild: C.Suthorn / cc-by-sa-4.0 / commons.wikimedia.org


Die Grüne Luisa Neubauer dürfte den Bogen überspannt haben

Die Sprecherin von Fridays for Future in der Bundesrepublik, die Geographie-Studentin und sogenannte „Klimaaktivistin“ Luisa Neubauer ist, no na, ein militantes Mitglied der grünen Partei. Unlängst hält sie einen Vortrag in Berlin, Gelegenheit dazu bietet ihr die „Berliner Internetkonferenz re:publica“. Das Geld für die Veranstaltung kommt unter anderem vom Steuerzahler (durch eine Umweltstiftung).

Luisa Neubauer nimmt gleich die Gelegenheit wahr, um in den Medien Aufsehen zu erregen. Sie ruft dazu auf zu blockieren, was zerstört, und aufzubauen, was schützt. Im Klartext: Soll man Erdölleitungen in die Luft jagen? In einem kurz davor von Neubauer selbst verbreiteten kurzen Video sagt sie auf Englisch, man denke darüber nach, eine Erdölleitung in die Luft zu jagen. Im Originaltext lautet das so: We are planning how to blow up a pipeline.

Diese Diktion erinnert fatal an das Kippen der ursprünglich relativ gewaltlosen Studentenbewegung des Jahres 1968. Damals rief ein radikaler Flügel zur Gewalt gegen Sachen auf. Geendet hat es mit der RAF (Rote Armee Fraktion; RAF, auch: Baader-Meinhof-Bande) und deren schrankenlosen Terror gegen Personen samt Entführung, Gefangennahme und schließlich Ermordung.

Ermuntert Neubauer zu solchen und zu drastischeren Taten, indem sie der Demokratie vorwirft, mit dem Klimawandel überfordert zu sein? Die demokratischen Prozesse hätten in den vergangenen dreißig Jahren nicht gut genug geklappt für die Klimakrise. Gewalt als legitimes Mittel der Auseinandersetzung? Neubauers Liebäugeln mit dem Zerstören von Sachen überschreitet den Rahmen jeder Diskussion. Hier ist eine Stopp-Tafel geboten: Wehret den Anfängen!

Kritik an ihrer Aussage begegnet Neubauer nach bewährtem Muster: Es habe sich ja bloß um Ironie gehandelt, gleichsam um ein kleines Späßchen. Eine feine Ausrede: Alles nicht ernst gemeint!

Ganz im Ernst: Wer mit Anschlägen kokettiert, verabschiedet sich aus dem demokratischen Diskurs. Dieser von Neubauer angedeutete Weg für Fridays for Future wäre nur dann verständlich, falls sich der bundesdeutsche Ableger der von Greta Thunberg gegründeten Bewegung in Richtung einer grünen RAF entwickeln will.

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