Reif für die Inseln: die Britischen…

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Es war eine Frage der Zeit. Und keine Frage des ob. Pünktlich zur Hitzewelle titelt eine österreichische Tageszeitung: Folge der globalen Erwärmung. Hitzewellen werden heißer, öfter und länger.

Bei Temperaturen jenseits von 30 Grad sollte man nicht nur Schatten, kühle Getränke sowie Bäder aufsuchen, soferne möglich, sondern auch einen kühlen Kopf bewahren, indem man hitzigen Gemütern und hitzigen Argumenten entweder aus dem Weg geht oder diese hinterfragt.

Konsultiert man historische Wetterberichte waren zahlreiche Flüsse bzw. Seen in den vergangenen Jahrhunderten immer wieder ausgetrocknet bzw. nicht schiffbar. Beispielsweise die Jahrhundertdürre, wenn nicht gar Jahrtausenddürre von 1540. Die Temperaturen in Mitteleuropa lagen um fünf bis sieben Grad höher als im Mittel des 20. Jahrhunderts. Der so genannte Rekordsommer von 2003 wurde bei weitem übertroffen. Der Bodensee trocknete aus. Missernten. Das Vieh wurde notgeschlachtet. Eine halbe Million Menschen kam aufgrund der Folgen ums Leben. Monatelang fiel kein einziger Tropfen Regen. Im Sommer wurden regelmäßig Temperaturen über 40 Grad gemessen.

Im Jahre 1540 wohlgemerkt. Ca. 230 Jahre vor der Erfindung der Dampfmaschine. Ca. 280 Jahre vor der Erfindung der Dampflokomotive. Ca. 275 Jahre vor der Erfindung des Dampfschiffes. Ca. 345 Jahre vor der Erfindung des Autos. Ca. 360 Jahre vor der Erfindung des Flugzeuges.

Für besagte Dürre müssen natürliche Phänomene ohne menschlichen Einfluss verantwortlich gewesen sein. Sonnenaktivitäten, Meeresaktivitäten oder andere klimatische Einflüsse.

Zudem haben West- und Mitteleuropäer sowie Nachfahren in der Vergangenheit immer wieder herausragende Leistungen vollbracht, trotz großer ungewohnter Hitze. Die Eroberung Jerusalems im ersten Kreuzzug. Die Coronado-Expedition bis zum Grand Canyon. Der Kitchener-Feldzug zur Rückeroberung des Sudan. Die Vorstöße des deutschen Afrikakorps Richtung Alexandria. Die israelischen Siege zwischen Staatsgründung und Yom-Kippur-Krieg. Die Amerikaner im Irak, Afghanistan, Syrien etc.

Neben den launischen Bemerkungen des Verfassers darf man eines nicht vergessen. Kinder und ältere Personen. Wenn sich die Kleinen mit überfüllten Schultaschen sowie Schuljahresende bedingt mit Werk- und Zeichengerät durch die Gegend schleppen, stellt sich die Frage nach der Dringlichkeit von Klimademos, Klimawendeunterricht etc. im Verhältnis zur Kontrolle einer korrekten sowie effizienten Packordnung.

Im Übrigen verbleibt dem Verfasser dieser Zeilen bei einem Blick auf die Wetterkarte nur mehr die sehnsuchtsvolle Feststellung, dass er reif für die Inseln ist. Die Britischen. 20 Grad sonnig.

[Autor: G.B. Bild: www.wikipedia.org/Benedicti, Hieronymus – Leibniz-Institut für Länderkunde, Leipzigr Lizenz: CC0]

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