WHO-Posten für Lauterbach: Belohnung statt Aufarbeitung

Karl Lauterbach wechselt zur WHO – als Sonderbeauftragter für Klimawandel. Für viele ist das keine Auszeichnung, sondern ein fragwürdiges Signal: Politisches Scheitern wird nicht geahndet, sondern international geadelt.

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Autor: A.R. Bild: Wikipedia/Superbass Lizenz: CC-BY-SA-4.0


Die Personalie überrascht niemanden, der die jüngere Entwicklung internationaler Organisationen verfolgt. Karl Lauterbach, ehemaliger deutscher Gesundheitsminister und Gesicht der rigiden Corona-Politik der Ampel-Regierung, wird künftig als Sonderbeauftragter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für den Bereich „Klimawandel und Gesundheit“ fungieren. Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser kommentiert dies knapp, aber deutlich: „Ich bin leider nicht überrascht.“

Tatsächlich steht Lauterbach wie kaum ein anderer für eine Politik, die während der COVID-19-Jahre mit Grundrechtseingriffen, Maskenpflicht, Impfkampagnen und Schulschließungen tief in das Leben der Menschen eingriff. Seine Aussagen – etwa die wiederholte Behauptung, die Impfstoffe seien „nebenwirkungsfrei“ – wurden längst als unhaltbar entlarvt. Dennoch ist die Aufarbeitung ausgeblieben. Stattdessen folgt nun die Beförderung: Nicht national, sondern auf globaler Bühne.

Für Hauser ist das kein Einzelfall. Auch andere gescheiterte Köpfe der deutschen Ampelkoalition – von Annalena Baerbock bis zur Klima-Hysterikerin Luisa Neubauer – finden sich zunehmend in internationalen Gremien wieder. Dabei geht es laut Hauser weniger um Fachkompetenz als um ideologische Zuverlässigkeit: „Bei internationalen Posten zählen nicht mehr Erfahrung oder Leistung, sondern das Bekenntnis zur richtigen Agenda.“ Lauterbachs bisherige Karriere stützt diese These. Als SPD-Gesundheitssprecher, Minister und medial präsenter Corona-Mahner propagierte er Zwangsmaßnahmen in Serie. Vom Lockdown für Ungeimpfte über Massentests bis hin zur gescheiterten Impfpflicht – kaum ein Vorschlag war ihm zu weitreichend.

Brisant ist auch der Zeitpunkt. In den USA hat der neue Gesundheitsminister Kennedy das komplette Impfgremium entlassen, um einen Bruch mit der Industrie-Nähe der COVID-Ära zu markieren. Auch in Deutschland mehren sich die Hinweise, dass Entscheidungen auf zweifelhafter Grundlage getroffen wurden – etwa durch jüngst veröffentlichte Protokolle des Robert Koch-Instituts. Dass nun ausgerechnet Lauterbach, der über keine nennenswerte Expertise im Klimabereich verfügt, in eine Schlüsselrolle bei der WHO aufsteigt, lässt tief blicken.

Denn es geht um mehr als Symbolik. Die WHO forciert seit Jahren die Verzahnung von Klimapolitik und Gesundheit – mit dem Ziel, über Notstandsrhetorik neue Eingriffsrechte zu legitimieren. Lauterbach dürfte für diese Strategie ein willfähriger Vollstrecker sein. Seine Corona-Vergangenheit zeigt: Wo andere bremsen, drückt er durch. Wo andere abwägen, wird bei ihm autoritär durchregiert. Die Sorge, dass unter dem Deckmantel des „Klimagesundheitsnotstands“ künftig erneut Maßnahmen wie Lockdowns oder Freiheitsbeschränkungen drohen, ist nicht unbegründet.

Letztlich steht die Personalie Lauterbach für einen beunruhigenden Trend: Wer Verantwortung trägt, aber scheitert, muss nicht um Konsequenzen fürchten – sondern wird wegbefördert. Kritik wird zur Randnotiz, Aufarbeitung zur Fußnote. Und die WHO, ohnehin unter Druck wegen ihrer Nähe zu Interessenlobbys, macht mit der Ernennung deutlich, dass es ihr weniger um Gesundheit als um Steuerbarkeit geht.

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