Trump entfesselt Drohnenkrieg gegen venezolanische Drogenkartelle – Eskalation droht

Donald Trump meint es ernst. Mit markigen Worten führt der US-Präsident seinen Feldzug gegen sogenannte „Narcoterroristen“ aus Venezuela fort – und setzt dabei auf die Sprache, die er am besten beherrscht: maximale Härte.

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Autor: A.R. Bild: Wikipedia/Department of Defense Lizenz:public domain


Am Montag verkündete Trump den zweiten „kinetischen Schlag“ gegen ein mutmaßlich mit Drogen beladenes Schiff in internationalen Gewässern. Drei Männer wurden getötet, das US-Militär blieb unversehrt. Das Video der Explosion veröffentlichte Trump persönlich – mit der Warnung: „Be warned – we are hunting you!“ Wer Drogen transportiere, die Amerikaner töten könnten, werde zur Zielscheibe erklärt. „No longer“, schreibt Trump. „Danke für Ihre Aufmerksamkeit!“ – als wäre es ein PR-Event.

Dass die Schuld daran jedoch pauschal einem südamerikanischen Land zugeschoben wird, ist politisch kalkuliert und strategisch hochbrisant. Denn Venezuela gilt außen- und sicherheitspolitisch als Widersache der USA und pflegt darüber hinaus enge Beziehungen zum Iran. Manche Beobachter meinen daher, dass Trumps Feldzug gegen den „Narcoterrorismus“ nur als Vorwand für ein härteres Vorgehen gegen Venezuela dient, um in Caracas einen Regimewechsel herbeizuführen.

Jedenfalls wächst die Sorge im US-Kongress. Wie „The Intercept“ berichtet, wurde ein geplantes Briefing über den ersten Angriff vom 2. September für hochrangige Mitarbeiter überraschend abgesagt – unter Berufung auf „alternative Sicherheitsmaßnahmen“. Details über diesen ersten Drohnenschlag, der elf Menschen tötete, dringen erst jetzt durch: So soll das Boot vor dem Angriff gewendet haben – möglicherweise in Richtung Küste. Überlebende eines ersten Treffers seien gezielt in einem zweiten Angriff eliminiert worden.

Der republikanische Senator Rand Paul fordert Aufklärung. Die Kriegsgewalt liegt beim Kongress – und nicht beim Commander-in-Chief auf PR-Kampagne. Doch genau dieser Balanceakt zwischen Inszenierung und Verfassungspflicht scheint Trump kaum zu kümmern. In Morristown sagte er: „Venezuela schickt uns Gangmitglieder und Drogenhändler. Das ist nicht akzeptabel.“ Auf die Frage nach möglichen Luftschlägen gegen Festlandziele antwortete er trocken: „We’ll see what happens.“

Das ist keine Rhetorik mehr – das ist die Ankündigung einer außenpolitischen Eskalation.

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