Die Regierung vollführt ihren nächsten Schritt in Richtung Entmündigung: Unter dem Deckmantel einer „freiwilligen Dienstpflicht“ bereitet Verteidigungsminister Boris Pistorius klammheimlich die Rückkehr der Wehrpflicht vor. Das neue Wehrdienstgesetz mag sich harmlos geben – in Wahrheit enthält es alle Hebel, um binnen Wochen junge Männer wieder in Uniform zu stecken.
Die Argumentation ist gewohnt dreist: Weil man sich ein „neues Gesetzgebungsverfahren“ im Ernstfall ersparen wolle, wird der gesetzliche Mechanismus gleich mitgeliefert. Wer sich nicht freiwillig meldet, wird eben verpflichtet – rechtzeitig zur nächsten Eskalation im geopolitischen Spiel um NATO-Grenzen, Aufrüstungsziele und Transatlantikloyalität.
Dabei herrscht nicht einmal Einigkeit innerhalb der SPD: Während Fraktionschef Miersch die Rückkehr zur Pflicht ablehnt, macht Parteichef Klingbeil bereits offen Front für die Zwangsmaßnahme. CDU-Vertreter fordern ohnehin schon die Einberufung samt Frauenquote. Die Bundeswehr plant derweil mit utopischen Zielzahlen – 260.000 Soldaten, 200.000 Reservisten – während sie aktuell weder über Kasernen noch über Ausbilder verfügt. Was fehlt, ist nicht Nachwuchs, sondern Realitätssinn.
Die Wehrpflicht könnte leise zurückkehren – leise, bürokratisch vorbereitet, und bald per Knopfdruck aktiviert. Der „Verteidigungsfall“ wird zur innenpolitischen Verlegenheitslösung, wenn freiwillige Rekrutierung scheitert.
