FPÖ kritisiert geplanten Pensionsdeckel: „Raubzug auf Kosten der Senioren“

Die türkis-rot-pinke Koalition will offenbar abermals bei den Pensionisten sparen. Laut Medienberichten soll die gesetzlich vorgesehene Erhöhung von 2,7 % nur für Bezieher unterhalb der Medianpension gelten – höhere Pensionen würden damit real entwertet. Die FPÖ spricht von einem „Pensionsraub“ und kritisiert auch die Rolle schwarzer und roter Seniorenvertreter.

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Autor: A.R. Bild: Wikipedia/Magnussen, Friedrich (1914-1987) Lizenz: CC BY-SA 3.0 de


Die geplante Pensionsanpassung für 2026 sorgt bereits im Vorfeld für massive Kritik. Wie mehrere Medien berichten, plant die Regierung eine Staffelung: Während die gesetzlich vorgesehene Erhöhung von 2,7 % für Pensionen bis zur Medianhöhe gelten soll, würden darüberliegende Bezüge lediglich um 2,2 % oder 2,25 % angepasst. Laut Berechnungen könnte das dem Bundesbudget Einsparungen von 300 bis 350 Millionen Euro bringen.

Für die FPÖ ist das ein direkter Angriff auf die ältere Generation. Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch warf der Regierung vor, eine „Belastungswelle für Senioren“ zu reiten. Bereits in den vergangenen Monaten seien E-Card-Gebühren, höhere Krankenversicherungsbeiträge und teurere Krankentransporte auf die Pensionisten abgewälzt worden – nun folge der nächste Schlag.

Belakowitsch erinnerte daran, dass es nicht die älteren Menschen gewesen seien, die für das Haushaltsloch verantwortlich seien: „Die Pensionisten haben den Wohlstand dieses Landes erwirtschaftet. Sie waren es nicht, die durch eine verfehlte Corona- und Sanktionspolitik die Inflation angeheizt und das Bundesbudget geplündert haben – das war die ÖVP im Verbund mit Grünen, SPÖ und Neos.“

Auch die Rolle der beiden führenden Seniorenvertreterinnen Ingrid Korosec (ÖVP) und Birgit Gerstorfer (SPÖ) wurde deutlich kritisiert. Beide hätten den Plänen offenbar zugestimmt – für Belakowitsch ein „Verrat an jenen, für deren Interessen sie eigentlich eintreten sollten“.

„Die Senioren werden sich das merken“, Belakowitsch zeigte sich überzeugt, dass die älteren Menschen die Kürzungen nicht vergessen werden: „Die Senioren werden sich das merken, wer ihnen die Pension eiskalt gekürzt hat.“

Die FPÖ fordert eine einheitliche gesetzlich vereinbarte Pensionsanpassung von 2,7 % für alle Bezieher – ohne Abstufungen. Alles andere sei eine verdeckte Kürzung, die besonders jene treffe, die jahrzehntelang gearbeitet und in das System eingezahlt haben.

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