L
Eine parlamentarische Anfrage der FPÖ brachte einmal mehr ans Licht, wie Steuergeld im heimischen NGO-Sumpf versickert. Diesmal geht es um die Bundessportförderung, die eigentlich zur Unterstützung heimischer Sportinitiativen gedacht ist. Allerdings wurden in den Jahren 2020 bis 2024 aus diesem Topf knapp 100.000 Euro an die NGO „Sonne International“ gezahlt, die mit dem Steuergeld Projekte in Indien, Bangladesch und Malawi finanzierte.
So heißt es unter anderem in der Anfragebeantwortung des für die Sportagenden zuständigen Vizekanzlers Andreas Babler (SPÖ): „2024: Sport und Selbstverteidigungskurse als Beitrag zur Konfliktprävention und zur allgemeinen Entwicklungsförderung von Schulkindern in Malawi mit einer Fördersumme von € 47.289,–“ Für Indien und in Pakistan wird als Verwendungszweck Sport zur Entwicklungsförderung von Schülern angegeben. Im Zeitraum 2020 bis 2024 war für Sport übrigens der damalige Vizekanzler Werner Kogler von den Grünen verantwortlich.
Für FPÖ-Generalsekretär und Heimatschutzsprecher Michael Schnedlitz ist die Unterstützung von „Sonne international“ durch die Bundessportförderung eine „systematische Zweckentfremdung“ sowie ein klarer politischer Missbrauch des Bundes-Sportförderungsgesetzes. Dabei verweist Schnedlitz auf die Austrian Development Agency (ADA), eine eigens für Entwicklungszusammenarbeit geschaffene Institution: „Hier wird ganz bewusst die zuständige Entwicklungsagentur umgangen, um Gelder aus einem völlig fremden Topf an eine NGO und dadurch ins Ausland zu schleusen.“
Deutliche Worte findet auch FPÖ-Sportsprecher Markus Leinfellner: „Es ist ein unglaublicher Verrat an den heimischen Jugendsportlern und Leistungsträgern, dass der Staat lieber Kinder in Afrika als die eigenen Kinder und Talente im eigenen Land fördert. Während unsere Vereine auf dem Trockenen sitzen, wird das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen in intransparente NGO-Projekte im Ausland geschaufelt. Das ist nicht nur eine massive Steuergeldverschwendung, sondern ein gezielter Angriff auf den Zusammenhalt und die Zukunft des Sports in Österreich!“
