Neustart im Elfenbeinturm – Baerbock krönt sich selbst zur Weltvermittlerin

Grüner Glanz in New York – ohne Kompetenz, aber mit Kamera und Klima-Mission

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Autor: A.R. Bild: Olaf Kosinsky (kosinsky.eu) Lizenz: CC BY-SA 3.0-de


Annalena Baerbock hat es geschafft. Nicht in der Außenpolitik. Nicht im Völkerrecht. Auch nicht in der Realpolitik. Sondern im Symbolismus – jener Disziplin, in der es nicht auf Inhalte, sondern auf Inszenierung ankommt. Die frühere Außenministerin und Völkerrechtsverwechslerin zieht ins UN-Präsidium ein. Als einzige Kandidatin. Die Wahl zur Präsidentin der UN-Vollversammlung ist damit nur noch Formsache – was sonst?

Der neue Posten: repräsentativ, machtlos, perfekt. Sitzungen leiten, freundlich nicken, Debatten moderieren – also all das, was Baerbock auch als Außenministerin gern gemacht hat, während andere die Weltpolitik bestimmten. Dass António Guterres, sozialistischer Strippenzieher aus Portugal, weiterhin die Weichen stellt, stört sie dabei kaum – Hauptsache, das Mikrofon ist an.

Mit offenem Ohr und offener Tür will Baerbock also künftig alle 193 UN-Mitgliedstaaten empfangen. Was sie dort hören wird, dürfte sie weniger interessieren als das, was sie sagen kann: Klimaschutz, Gleichstellung, Multilateralismus – das heilige grüne Dreigestirn, mit dem sich auch die absurde Energiepolitik der Ampelregierung einst rechtfertigen ließ.

Intern war ihre Nominierung freilich so umstritten wie ihre Englischkenntnisse. Die erfahrene Diplomatin Helga Schmid, international anerkannt und mit Kompetenz gesegnet, wurde kurzerhand zur Seite geschoben. Baerbock bekam den Vortritt – dank parteipolitischer Hinterzimmerdeals, wie selbst Christoph Heusgen, langjähriger Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, süffisant bemerkte. Von einem „Selbstbedienungsladen“ sprach er. Man kennt das ja: Wenn’s in Deutschland nicht klappt, wird eben bei den Vereinten Nationen weiterregiert – diesmal ohne Verantwortung, aber mit Glitzer.

Auch privat hat sich Baerbock nun neu erfunden: Als alleinerziehende Mutter zieht sie mit ihren beiden Töchtern nach New York. Ein Tapetenwechsel nach dem politischen Totalschaden? Möglich. Ihr Ex-Mann zeigt sich immerhin pragmatisch: Seine Firma hat ein Büro vor Ort – Familienidylle zwischen Midtown und Manhattan.

Bleibt die Frage, was von diesem Abenteuer übrigbleiben wird. Wahrscheinlich eine Instagram-Story, ein paar warme Worte zur Weltrettung – und die Erinnerung an eine politische Karriere, die vor allem durch Selbstüberschätzung und PR überdauerte. Immerhin sollten sich aber ihre Englischkenntnisse nun etwas verbessern.

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