In den USA hat das Olympische und Paralympische Komitee seine Zulassungsregeln geändert, um Transgender-Frauen von der Teilnahme an olympischen Frauenbewerben auszuschließen. Damit sind die Leitungsgremien der Sportverbände in den Vereinigten Staaten verpflichtet, die neue Richtlinie des Komitees zu befolgen. Wie die „New York Times“ berichtet, bezieht sich die neue Richtlinie auf die „Executive Order 14201“. Dabei handelt es sich um eine von Donald Trump am 5. Februar unterzeichnete Präsidentenverfügung mit dem Titel „Keeping Men Out of Women’s Sports“ („Männer vom Frauensport fernhalten“).
In seiner Präsidentenverfügung schreibt Trump, dass in den letzten Jahren viele Bildungseinrichtungen und Sportverbände Männern erlaubten, an Frauensportarten teilzunehmen. Dies sei, so der Präsident, „erniedrigend, unfair und gefährlich für Frauen und Mädchen und verweigert ihnen die gleiche Chance, an Wettkämpfen teilzunehmen und sich im Leistungssport zu profilieren“.
In allgemeiner schlechter Erinnerung ist diesbezüglich ein Boxwettbewerb bei den Olympischen Sommerspielen 2024 in Paris, als die Italienerin Angela Carini nicht die geringste Chance hatte gegen die algerische Boxerin Imane Khelif. Der Grund: Khelif ist biologisch ein Mann. Der internationale Boxverband reagierte übrigens auf diesen Skandal und führte für die Athleten wieder verpflichtende Geschlechtertests ein. Trump nannte als Zweck seiner Präsidentenverfügung die „Bewahrung von Fairness und Sicherheit im Frauensport“.
Laut NBC News bestätigten die Geschäftsführerin des Olympischen und Paralympischen Komitees, Sarah Hirshland, und der Präsident Gene Sykes, dass Trumps Präsidentenverfügung der Grund für die Richtlinienänderung ist: „Als staatlich anerkannte Organisation sind wir verpflichtet, die Erwartungen der Bundesregierung zu erfüllen.“
