Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist Realität im schwarz-roten Berlin: 55 Prozent der neuen Polizeirekruten benötigen Sprachförderung, weil sie die deutschen Anforderungen nicht erfüllen. Wer glaubt, dass hier nur ein paar Rechtschreibfehler korrigiert werden müssen, irrt gewaltig – es geht um das Fundament staatlicher Autorität.
C2-Niveau, also das höchste Sprachniveau nach europäischem Standard, ist für den Polizeidienst gesetzlich vorgeschrieben. Die Anforderungen sind hoch – zurecht. Polizisten müssen Berichte schreiben, Aussagen protokollieren, vor Gericht bestehen und in Extremsituationen klar kommunizieren. Doch über die Hälfte der Neuzugänge startet mit Sprachdefiziten in die Ausbildung.
Und das ist kein Zufall. Bereits 2022 hatten rund 42 Prozent der Berliner Polizeischüler einen Migrationshintergrund, inzwischen dürfte der Anteil weiter gestiegen sein. Berlin ist das einzige Bundesland, in dem der Migrantenanteil in der Polizei sogar über dem der Bevölkerung liegt. Man wollte ein „diverses“ Signal setzen – jetzt schlägt die Realität zurück.
Die Behörden winden sich heraus: Der Sprachverfall sei kein Polizei-, sondern ein Gesellschaftsproblem. Man verweist auf Lehrermangel, Digitalisierung, Autokorrektur, TikTok – alles ist schuld, nur nicht das System selbst. Aber das ist zu billig.
Denn hinter all dem steht die politische Grundsatzfrage: Wie weit darf man Standards absenken, um Diversität zu erfüllen? Offenbar bis zur Unkenntlichkeit. Dass selbst in sicherheitsrelevanten Berufen wie Polizei oder Justiz Sprache zur Nebensache wird, ist ein Offenbarungseid.
