Nun also die Burka. In gewohnt markigen Worten fordert Schwedens Vizeregierungschefin Ebba Busch ein Verbot von Niqab und Burka in sämtlichen öffentlichen Räumen – von der Straße bis zum Gesundheitszentrum. Der Islam, so Busch, müsse sich „an Schweden anpassen“. Eine Forderung, die man vor 30 Jahren vielleicht ernst genommen hätte. Heute wirkt sie wie das Pfeifen im Wald – oder besser: das Pfeifen vor dem sozialen Scherbenhaufen, den die schwedische Integrationspolitik selbst angerichtet hat.
Die Realität: Schweden steht längst mit dem Rücken zur Wand. Kaum ein europäisches Land wurde so stark von den Folgen unkontrollierter Massenzuwanderung erschüttert. Bandengewalt, Morde, sexuelle Übergriffe – die Kriminalitätsraten sprechen eine klare Sprache. Laut offiziellen Zahlen hat sich die Zahl der Gruppenvergewaltigungen in den letzten Jahren vervielfacht. In Städten wie Malmö oder Stockholm sind Sprengstoffanschläge und Bandenkriege mittlerweile Teil des Alltags.
Doch statt das Scheitern der eigenen Politik ehrlich einzugestehen, versucht man sich nun im Aktionismus. Buschs Vorstoß kommt spät – zu spät. Wer islamistische Machtstrukturen über Jahrzehnte duldet, Halal-Kindergärten finanziert, Clanstrukturen gewähren lässt und jede Form kultureller Selbstbehauptung als „Diskriminierung“ geißelt, braucht sich über Burkas im öffentlichen Raum nicht wundern.
Der burkaverhüllte öffentliche Raum ist kein importiertes Einzelphänomen – er ist das logische Resultat eines Staates, der die Kontrolle über die eigene kulturelle Identität längst abgegeben hat.
Dass nun sogar liberale Regierungsmitglieder „Unterdrückungssymbole“ erkennen wollen, wirkt beinahe komisch. Denn was ist repressiver als eine Politik, die Frauen nicht nur importierter, sondern auch heimischer Herkunft jahrzehntelang einer integrationsfeindlichen Paralleljustiz überlässt?
