Claudia Cardinale ist tot. Die Filmdiva starb am Dienstag im Alter von 87 Jahren im Kreise ihrer Kinder in der französischen Stadt Nemours nahe Paris. Claudia Cardinale wurde am 15. April 1938 in La Goulette bei Tunis als Tochter einer Französin und eines Sizilianers geboren. Die Regisseure Visconti und Fellini hatten angeblich eine Affäre mit ihr. Sie stieg schnell zum internationalen Star auf und arbeitete mit Stars wie Alain Delon, Jean-Paul Belmondo und Marcello Mastroianni. Visconti drehte mit ihr Anfang der 60er Jahre „Rocco und seine Brüder“ und „Der Leopard“.
Auch mit ihrer Darbietung in Sergio Leones Western-Klassiker „Spiel mir das Lied vom Tod“ von 1969 ging Cardinale in die Filmgeschichte ein. Das Publikum in den USA begeisterte die Italienerin mit Filmen wie „Der rosarote Panther“. Sie lebte mehrere Jahre mit dem italienischen Filmproduzenten Franco Cristaldi zusammen. Schauspielerkollege Marcello Mastroianni: „Sie ist das einzige einfache und gesunde Mädchen in diesem Milieu von Neurotikern und Heuchlern.“
Claudia Cardinale verkörperte Schönheit mit Tiefe, Glamour mit Würde und machte Karriere ohne Eskapaden und Skandale. Aus einer Vergewaltigung als junge Frau entstammt ihren Memoiren zufolge ihr Sohn Patrick Cristaldi, den sie früher als ihren kleinen Bruder ausgab. In ihren letzten Jahren engagierte sie sich für Frauenrechte ohne dabei aufdringlich und penetrant zu sein.
