SPÖ setzt wegen Personalprobleme bei EU Wahl aus

by John Tuscha

Autor: A.R. Bilder: Wikipedia/Mayer BrunoLizenz: CC BY-SA 3.0 DEED


In einem dramatischen Schritt hat die SPÖ-Burgenland beschlossen, keinen EU-Kandidaten aufzustellen, nachdem ihr Wunschkandidat Norbert Darabos nicht den von ihnen gewünschten Platz an wählbarer Stelle auf der SPÖ-Liste erhalten hat.

Die Landespartei argumentierte, dass Darabos nach einem parteiinternen Berechnungsmodell der fünfte Platz zustünde, wurde aber von der Bundespartei überstimmt. Trotz dieses Rückschlags betonte der Landeshauptmann des Burgenlandes, Hans Peter Doskozil, dass dies nicht zu einem Konflikt mit der Bundespartei führen solle. Die Bundespartei bedauerte die Entscheidung und wird nun Ersatzkandidaten nominieren müssen.

Das aktuelle Vorgehen der SPÖ-Burgenland verdeutlicht eine tiefe Kluft und Machtkämpfe innerhalb der SPÖ. Die Entscheidung, Darabos nicht den gewünschten Listenplatz zu geben, wirft Fragen nach der Priorisierung und dem strategischen Denken der Bundespartei auf. 

Doskozils Äußerungen reflektieren den Wunsch nach Einheit und Zusammenhalt, doch der Bruch ist offensichtlich. Es bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen die Fortsetzung dieses inneren Zwists auf das Gesamtergebnis der SPÖ bei den kommenden EU-Wahlen haben wird.

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