Steiermark: Rote Kommunisten verhindern grüne Kommunisten…

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Die grüne Mark hat gewählt. Und sie wurde nicht grün. Trotz eines Rekordergebnisses für die Grünen. Diese erzielten 12 Prozent. Die ÖVP kam auf 36 Prozent. Damit geht sich nach aktuellen Stand keine Schwarz-Grüne Koalition im steirischen Landtag aus. Eine sogenannte Dirndl-Koalition aus Schwarz-Grün-Neos hätte eine knappe Mehrheit im verkleinerten Grazer Landtag. 26 von 48 Mandaten.

Um dies zu erklären, muss an einen alten Witz erinnert werden. Amerika hat ein Zweiparteiensystem. Eine rechte Partei und eine noch rechtere Partei. Analog hierzu hat die Steiermark ein Sechsparteiensystem. Eine linke Partei und fünf noch linkere Parteien.

Denn die steirische KPÖ hat mit einem ihrer besten Ergebnisse bei Landtagswahlen – 6 Prozent – eine schwarz-grüne Koalition verhindert bzw. eine Dirndl-Koalition überaus erschwert.

Trotz der Unmöglichkeit eines Rechten, sich über sechs Prozent für die KPÖ zu freuen, kann eine gewisse Schadenfreude über die Ausbremsung des schwarz-grünen Projekts nicht ausbleiben.

Die Medien titeln Triumph. Die Medien titeln Rückenwind für Schwarz-Grün. Wirft man einen langfristigen Blick auf das Wahlergebnis, sowohl im Hinblick auf die Vergangenheit, als auch im Hinblick auf die Zukunft, zeigt sich ein anderes Bild.

Schützenhöfer konnte zwar den ersten Platz zurückerobern, aber gegen eine Sozialdemokratie, die mit 23 Prozent auf das schlechteste Ergebnis abstürzte. Und gegen eine Freiheitliche Partei, die sich nach wie vor in einem fremd- wie selbstverschuldeten Krisenmodus befindet. Die mit 17 Prozent noch immer dort hält, wo sie Jörg Haider in den Neunzigerjahren hingeführt hat. Und weit entfernt vom annus horribilis 2005 ist. Wo man nach Knittelfeld und BZÖ-Gründung aus dem Landtag ausschied.

Die 36 Prozent von Schützenhöfer liegen noch immer unter den Ergebnissen von 2010 mit 37 Prozent und 2005 mit 39 Prozent. Man hält bei 36 Prozent von 1995. Das Rekordjahr unter Haider, welches zum Rücktritt von Krainer jun. führte.

Und nun ein Blick in die nahe Zukunft: Die Burgenland-Wahl dürfte bereits unter der neuen schwarz-grünen Regierung stattfinden. Die Wien-Wahl wird bereits unter erhöhtem Druck auf die Erwartungen ebendieser Regierung stattfinden. Und was das Glück des Wahlkalenders anbelangt, darf Oberösterreich mit einem Rekordergebnis von 2015 und einer schwarz-grünen Bundesregierung kurz vor Halbzeit an die Wahlurnen schreiten.

Die Migrationszahlen steigen. Die Wirtschaftsdaten sinken. Die Hysterisierung des natürlichen Wechsels der Jahreszeiten wird als Ablenkung nicht mehr ausreichen…

[Autor: G.B. Bild: www.wikipedia.org/Russia Lizenz: ]

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