Grünes Dogma gegen den Standort – Schottlands Energiebranche in Gefahr

Während Premierminister Keir Starmer in Brasilien auf der COP30 die globale Klimarettung beschwört, brennt es im eigenen Land – genauer gesagt in Schottland. Die konservative Parteivorsitzende Kemi Badenoch spricht offen von einem „Notstand“ in der Öl- und Gasbranche. Ihr Appell: Der Stopp neuer Förderlizenzen muss fallen, sonst riskiert die Labour-Regierung nicht weniger als den wirtschaftlichen Suizid einer gesamten Region.

by admin2

Autor: A.R. Bild: Wikipedia/Department for International Trade and The Rt Hon Kemi Badenoch MP
Simon Dawson/No 10 Downing Street Lizenz: OGL V3.0


Badenochs Analyse ist nüchtern: Ohne neue Bohrungen in der Nordsee droht die heimische Energieproduktion sich bis 2030 zu halbieren. Zehntausende Arbeitsplätze im öl- und gasgetriebenen Nordosten Schottlands wanken. Und mit ihnen die Energie-Souveränität Großbritanniens. Wer sich freiwillig in die Abhängigkeit ausländischer Lieferanten begibt – und das auch noch im Namen des Klimas – betreibt keine progressive Energiepolitik, sondern planlose Ideologie.

Labour hält dagegen: Fossile Energie sei von gestern, die Zukunft liege in grüner Transformation. Doch während London von Windrädern träumt, schrumpfen Wertschöpfung, Steuerleistung und Versorgungssicherheit auf der Insel. Die Realität: teure Strompreise, stagnierende Investitionen, wachsende Skepsis bei den Wählern.

Badenoch fordert daher das einzig Logische: Schluss mit den grünen Strafabgaben auf Strom (Green Levy), Rückbesinnung auf wirtschaftliche Vernunft – und ein klares Bekenntnis zu heimischer Energie. Die Netto-Null-Gesetzgebung – Klimaneutralität bis 2050 – will sie streichen, denn sie hält Großbritannien wie eine Schlinge am Hals der Realität. Auch Schottlands konservative Regionalfraktion steht hinter dem Kurs: „Wir müssen wieder bohren – oder unsere Industrie begraben.“

Die Labour-Regierung gibt sich kompromisslos – und zugleich nervös. Energieminister Ed Miliband denkt bereits über Ausnahmen für neue Bohrungen nach. Zu spät? Vielleicht. Doch klar ist: Der ideologische Eifer, mit dem die Linke der fossilen Energie den Krieg erklärt, lässt die soziale Realität der Betroffenen völlig außer Acht.

Während grüne Eliten auf Weltklimakonferenzen netzwerken, wächst in Aberdeen die Angst vor Entlassung und wirtschaftlichem Niedergang. Wer über Jahrzehnte den Wohlstand des Landes gesichert hat, wird nun geopfert – für ein politisches Ziel, das die Hauptemittenten China und Indien ohnehin nicht teilen. Der „Klimavorreiter“ bleibt – wie so oft – allein zurück.

Das könnte Sie auch interessieren